Svitlana Matviyenko ist Professorin für Kritische Medienanalyse an der School of Communication der kanadischen Simon Fraser University und stellvertretende Leiterin des dortigen Digital Democracies Institute. In ihrer Forschung und Lehre beschäftigt sie sich, basierend auf ihrer Arbeit zu Wissenschaft, Technik und Wissenschaftsgeschichte, mit Informations- und Cyberkrieg, Medien und Umwelt, Studien zu kritischen Infrastrukturen und postkolonialer Theorie. In ihrer aktuellen Arbeit über nukleare Kulturen und das nukleare Erbe untersucht Matviyenko die Praxis des nuklearen Terrors, den Einsatz von Umweltschäden als Waffe und die technogenen Katastrophen während des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Sie ist Mitherausgeberin zweier Sammelbände, The Imaginary App (MIT Press, 2014) und Lacan and the Posthuman (Palgrave Macmillan, 2018). Sie ist Koautorin von Cyberwar and Revolution: Digital Subterfuge in Global Capitalism (Minnesota UP, 2019) und gewann 2019 den Buchpreis im Bereich Science Technology and Art in International Relations (STAIR) der International Studies Association sowie den Gertrude J. Robinson Preis. Matviyenko leitet die Forschungsgruppen zu Cyberwar-Topologien und zu Medien, Infrastruktur und Umwelt am Digital Democracies Institute. Sie sitzt im Beirat des Critical Infrastructure Lab der Universität Amsterdam.